Gemeinsam mit Betrieben aus der Region haben wir ein mobiles Mini-Haus aus gebrauchten Schaffhauser Bauteilen gebaut. Hier teilen wir, was gut lief, wo wir improvisierten — und was wir beim nächsten Mal anders machen würden.
Als Gemeinschaftswerk des regionalen Gewerbes wird ein innovativer Prototyp (auch Showroom genannt) aus gebrauchten Schaffhauser Bauteilen erstellt. Involviert sind dabei eine Vielzahl von Firmen aus verschiedenen Verbänden und Branchen der Region (Netzwerk), welche jeweils Eigenleistungen in Form von Arbeit und Bauteilen in das Vorhaben einbringen. Der Prototyp ist als vollfunktionsfähiges, mobiles Mini-Haus in Container-Grösse konzipiert, welches nach dessen Realisierung zur Sensibilisierung des Baugewerbes und für Lernmodule verwendet wird. Dieser Prototyp soll möglichst autark bzgl. Strom- und Wasserversorgung funktionieren und auch das Wohnen ermöglichen. Diese Vision ist bei uns Wirklichkeit geworden.
Dieser Herausforderung haben sich unsere Planer gestellt. Es braucht dazu viel Flexibilität und die nötige Gelassenheit. Die Pläne sind in Zusammenarbeit mit der Bauleitung regelmässig zu überarbeiten. Auch ist es wichtig, dass die Architekten in die Bauteilbeschaffung einbezogen werden. Standardware erhält man schon, aber eben nicht immer. Die üblichen Prozesse der Architektur funktionieren daher nicht so effizient und reibungsfrei wie gewohnt. Aber am Schluss schaut dann doch ein ansprechender Entwurf raus. Wir sind jedenfalls zufrieden mit unserem Prototyp, hätten aber für die Version 2.0 schon einige Ideen für Verbesserungen.
Eines vorweg: Es gibt ausreichend alte Bauteile/-stoffe, die irgendwo liegen und nicht mehr verwendet werden. Die Kunst ist es, diese zum richtigen Zeitpunkt zu finden. In Schaffhausen gibt es noch keine physische Bauteilbörse. Und online sind die Schaffhauser:innen auch noch nicht sehr aktiv. Somit gilt es, bei verschiedenen Gewerbebetrieben anzuklopfen. Auch Privatpersonen sind bei Umbauten oder Abbrüchen eine hilfreiche Quelle. So haben wir u.a. eine noch bestens funktionierende PV-Anlage erhalten. Speziell gefordert ist man mit der Logistik. Wenn ein Abbruch ansteht, muss man zum genannten Termin vor Ort sein, alles fachgerecht ausbauen und transportieren. Bevor die Bauteile verbaut werden, müssen sie gelagert werden. Dazu braucht es Fläche, die wir auf dem Werkareal von Thomas Meister zur Genüge hatten.
Hier ein erstes, aber noch nicht abschliessendes Fazit:
Weitere Schlüsse werden wir in den kommenden Wochen ziehen und auch entsprechend dokumentieren.











Umweltingenieur ETH, Initiator Projekt "Netzwerk Zirkuläres Bauen", Geschäftsleiter Furter Plan F, Schaffhausen

Zimmermann, Geschäftsleiter Natürlich Meister Holzart GmbH, Bibern

Gelernter Schreiner / M.A. Architektur SIA, Geschäftsinhaber Sandri Architekten GmbH, Schaffhausen


