Fachinfos

Von den Grundlagen der Kreislaufwirtschaft über Bauteilbörsen bis hin zu regionalen Fachpersonen: Auf dieser Seite findest du alles, was du brauchst, um Baumaterialien sinnvoll weiterzuverwenden — kompakt zusammengestellt für die Region Schaffhausen.

Allgemeine Infos

Was bedeutet eigentlich Kreislaufwirtschaft? Was für Beispiele gibt es dazu?

Kreisläufe in der Bauwirtschaft

Gut veranschaulicht die Website der Firma Eberhard die Problematik und die Lösungen.
Auch die Charta «Kreislauforientiertes Bauen» ist relevant, da grosse und gewichtige Player sich zu diesem Ziel bekennen:

Wiederverwendung im Bauwesen

Der Verein Cirkla setzt sich schweizweit für die Wiederverwendung von Baumaterialien ein. Er hat dazu auch eine Plattform mit nützlichen Tools und Dokumenten.

Auch die Gemeinschaft «Countdown 2030» wirkt mit Projekten und vielen Hilfsmitteln an dieser Transformation mit:

Bauteilbörsen

Wir empfehlen, nicht mehr genutzte Bauteile auf der Plattform useagain.ch anzubieten resp. zu kaufen. So entsteht eine virtuelle Börse für die Region Schaffhausen.

Ebenfalls prüfenswert sind auch die Angebote von SALZA:
In Schaffhausen gibt es (noch) keine physische Bauteilbörse, aber in Winterthur und Basel:

Regionale und nationale Profis

Auf der Seite Netzwerk sind unsere regionalen Akteure aus den Bereichen Planen und Bauen aufgeführt, welche Erfahrungen haben mit dem zirkulären Bauen. Nationale Spezialisten für die Planung solcher Bauten sind bei in situ zu finden (viele Praxisbeispiele).

FAQ – Häufige Fragen

Alles rund ums Wiederverwenden von Baumaterialien in Schaffhausen und Umgebung.

Zirkuläres Bauen bedeutet, Baumaterialien möglichst lange im Kreislauf zu halten. Statt Materialien nach einem Abriss zu entsorgen, werden sie geprüft, gereinigt und für neue Bauprojekte wiederverwendet. Das spart Ressourcen, reduziert Abfall und schont das Klima.

Viele Materialien eignen sich zur Wiederverwendung: Backsteine und Klinker, Holzbalken und Dielen, Fenster und Türen, Sanitärobjekte wie Badewannen und Lavabos, Fliesen, Treppen, Heizkörper und vieles mehr. Wichtig ist eine sorgfältige Prüfung auf Qualität und Schadstofffreiheit.

In Schaffhausen und der Region gibt es lokale Sammelstellen und Materialumschlagsplätze, wo Baumaterialien abgegeben und bezogen werden können. Über unser Netzwerk vermitteln wir Kontakte zu Abbruchprojekten, Lagern und Bauschaffenden, die Materialien anbieten oder suchen.

Oft ja — Gebrauchtmaterialien sind in der Regel deutlich günstiger als Neuware. Der Preis hängt von Qualität, Rarität und Aufbereitungsaufwand ab. Seltene oder historische Materialien wie handgemachte Ziegel können allerdings auch wertvoller sein. Dazu kommt der ökologische Mehrwert, der sich schwer in Geld ausdrücken lässt.

Ihr könnt uns auf verschiedene Arten unterstützen: Materialien melden, die bei Abbrüchen anfallen; als Bauschaffende auf Gebrauchtmaterialien setzen; das Netzwerk weiterempfehlen; oder aktiv in der Community mitmachen. Jeder Beitrag hilft, den Kreislauf zu schliessen.

Vor dem Kauf empfiehlt es sich, Materialien auf sichtbare Schäden, Risse oder Verformungen zu prüfen. Bei Holz ist der Feuchtigkeitsgehalt wichtig. Ältere Materialien (vor ca. 1990) sollten auf Schadstoffe wie Asbest oder Bleifarbe getestet werden. Wir helfen euch bei der Einschätzung und empfehlen erfahrene Fachleute.

Gebäude aus der Zeit vor 1990 können Schadstoffe wie Asbest in Dichtungen und Platten, Blei in Farben und Rohren, PAK in Klebstoffen oder Holzschutzmittel enthalten. Vor dem Rückbau ist eine Schadstoffuntersuchung Pflicht. Belastete Materialien dürfen nicht wiederverwendet werden und müssen fachgerecht entsorgt werden.

Nicht wiederverwendbare Materialien werden wenn möglich rezykliert — d.h. zu Granulat oder Sekundärrohstoffen verarbeitet. Erst wenn auch das nicht möglich ist, erfolgt die Deponierung. Ziel ist eine möglichst hohe Verwertungsquote und so wenig Deponiematerial wie möglich.

Der Schlüssel liegt in der frühen Planung: Bereits in der Entwurfsphase sollte geklärt werden, welche Materialien aus Abbrüchen verfügbar sind oder welche Elemente später weiterverwendet werden sollen. Ein Materialpass dokumentiert verbaute Materialien. Wir beraten euch gerne von Anfang an.

Im Kanton Schaffhausen gelten die Bundesvorschriften zur Abfallentsorgung und zum Schadstoffmanagement. Zusätzlich gibt es kantonale Fördermassnahmen für nachhaltige Baumassnahmen. Beim Rückbau ist eine Schadstofffachkraft beizuziehen. Wir halten euch über aktuelle Regelungen und Förderprogramme auf dem Laufenden.