Fachinfos
Allgemeine Infos
Kreisläufe in der Bauwirtschaft
Wiederverwendung im Bauwesen
Der Verein Cirkla setzt sich schweizweit für die Wiederverwendung von Baumaterialien ein. Er hat dazu auch eine Plattform mit nützlichen Tools und Dokumenten.
Bauteilbörsen
Wir empfehlen, nicht mehr genutzte Bauteile auf der Plattform useagain.ch anzubieten resp. zu kaufen. So entsteht eine virtuelle Börse für die Region Schaffhausen.
Regionale und nationale Profis
Auf der Seite Netzwerk sind unsere regionalen Akteure aus den Bereichen Planen und Bauen aufgeführt, welche Erfahrungen haben mit dem zirkulären Bauen. Nationale Spezialisten für die Planung solcher Bauten sind bei in situ zu finden (viele Praxisbeispiele).
FAQ – Häufige Fragen
Alles rund ums Wiederverwenden von Baumaterialien in Schaffhausen und Umgebung.
Was ist zirkuläres Bauen?
Zirkuläres Bauen bedeutet, Baumaterialien möglichst lange im Kreislauf zu halten. Statt Materialien nach einem Abriss zu entsorgen, werden sie geprüft, gereinigt und für neue Bauprojekte wiederverwendet. Das spart Ressourcen, reduziert Abfall und schont das Klima.
Welche Materialien können wiederverwendet werden?
Viele Materialien eignen sich zur Wiederverwendung: Backsteine und Klinker, Holzbalken und Dielen, Fenster und Türen, Sanitärobjekte wie Badewannen und Lavabos, Fliesen, Treppen, Heizkörper und vieles mehr. Wichtig ist eine sorgfältige Prüfung auf Qualität und Schadstofffreiheit.
Wo kann ich gebrauchte Materialien in Schaffhausen abgeben oder kaufen?
In Schaffhausen und der Region gibt es lokale Sammelstellen und Materialumschlagsplätze, wo Baumaterialien abgegeben und bezogen werden können. Über unser Netzwerk vermitteln wir Kontakte zu Abbruchprojekten, Lagern und Bauschaffenden, die Materialien anbieten oder suchen.
Sind Gebrauchtmaterialien günstiger als neue?
Oft ja — Gebrauchtmaterialien sind in der Regel deutlich günstiger als Neuware. Der Preis hängt von Qualität, Rarität und Aufbereitungsaufwand ab. Seltene oder historische Materialien wie handgemachte Ziegel können allerdings auch wertvoller sein. Dazu kommt der ökologische Mehrwert, der sich schwer in Geld ausdrücken lässt.
Wie kann ich mitmachen oder das Projekt unterstützen?
Ihr könnt uns auf verschiedene Arten unterstützen: Materialien melden, die bei Abbrüchen anfallen; als Bauschaffende auf Gebrauchtmaterialien setzen; das Netzwerk weiterempfehlen; oder aktiv in der Community mitmachen. Jeder Beitrag hilft, den Kreislauf zu schliessen.
Wie prüfe ich die Qualität von Gebrauchtmaterialien?
Vor dem Kauf empfiehlt es sich, Materialien auf sichtbare Schäden, Risse oder Verformungen zu prüfen. Bei Holz ist der Feuchtigkeitsgehalt wichtig. Ältere Materialien (vor ca. 1990) sollten auf Schadstoffe wie Asbest oder Bleifarbe getestet werden. Wir helfen euch bei der Einschätzung und empfehlen erfahrene Fachleute.
Welche Schadstoffrisiken gibt es und wie gehe ich damit um?
Gebäude aus der Zeit vor 1990 können Schadstoffe wie Asbest in Dichtungen und Platten, Blei in Farben und Rohren, PAK in Klebstoffen oder Holzschutzmittel enthalten. Vor dem Rückbau ist eine Schadstoffuntersuchung Pflicht. Belastete Materialien dürfen nicht wiederverwendet werden und müssen fachgerecht entsorgt werden.
Was passiert mit Materialien, die sich nicht wiederverwenden lassen?
Nicht wiederverwendbare Materialien werden wenn möglich rezykliert — d.h. zu Granulat oder Sekundärrohstoffen verarbeitet. Erst wenn auch das nicht möglich ist, erfolgt die Deponierung. Ziel ist eine möglichst hohe Verwertungsquote und so wenig Deponiematerial wie möglich.
Wie plane ich mein Bauprojekt zirkulär?
Der Schlüssel liegt in der frühen Planung: Bereits in der Entwurfsphase sollte geklärt werden, welche Materialien aus Abbrüchen verfügbar sind oder welche Elemente später weiterverwendet werden sollen. Ein Materialpass dokumentiert verbaute Materialien. Wir beraten euch gerne von Anfang an.
Welche Vorgaben gelten in der Region Schaffhausen?
Im Kanton Schaffhausen gelten die Bundesvorschriften zur Abfallentsorgung und zum Schadstoffmanagement. Zusätzlich gibt es kantonale Fördermassnahmen für nachhaltige Baumassnahmen. Beim Rückbau ist eine Schadstofffachkraft beizuziehen. Wir halten euch über aktuelle Regelungen und Förderprogramme auf dem Laufenden.